April

 

Der April im Hühnerstall ist eine Zeit des Übergangs von den kalten zu den wärmeren Tagen. Die erste Frühlingsonnenstrahlen nutzen unsere Hühner, um Sonne zu tanken. Jedoch wechselt das Wetter oft und wiederkehrende feuchtnasse Regentage wechseln sich mit den besseren Tagen ab. Bedingt durch, in diesem Jahr schon höheren Temperaturen und der Feuchtigkeit, haben Milben, Parasiten und anderes Ungeziefer leider auch ideale Bedingungen für ihre Verbreitung. Infektionskrankheiten bei Hühnern können die Folge sein. Maßnahmen, die du im April ergreifen kannst, sind:      Frühjahrsputz im Hühnerstall:

  • Hühnerhaus gründlich reinigen.
  • Außenbereich, besonders in Stallnähe, sorgfältig reinigen.
  • Stall bei Bedarf kalken.
  • Ritzen vor dem Kalken verschließen 
  • Sandbad erneuern und mit Kieselgur anreichern
  • Um Kokzidien Befall entgegenzuwirken – (Weich)-Futter mit Brottrunk reichen. Zusätzlich 3x wöchentlich über das Trinkwasser 10ml Rehalin Plus geben.
  • Kotbrett täglich reinigen
  • Tränkwasser täglich erneuern – Tränkgefäß säubern (Belag vermeiden)
  • Wöchentlich Reinigung des Bodens, Einstreu teilweise oder komplett wechseln
  • Auslauf harken, evtl. teilweise umbrechen und neu ansäen (mit Gitterrahmen schützen)
  • Täglich auf Befall Rote Vogelmilbe kontrollieren (Sitzstangentest)

Was ist der Sitzstangentest? Ganz einfach: mit der Hand unterhalb der Sitzstangen entlangfahren und dann die Finger anschauen. Sind die rötlich gefärbt ist die Rote Vogelmilbe existent. Dann ist im Sinn unserer Tiere handeln erforderlich. Bei einer Tieranzahl von 15-20 Stück kann man sicher konventionell mit diversen Pudern zum Einstauben der Tiere hantieren. Bei allem, was darüber liegt, rate ich zu Exolt. Teuer, aber jeden Cent wert. Und ja, hier scheiden sich die Geister. Die einen verteufeln, andere schwören drauf. Und alle die es verteufeln, den rate ich, befasst euch intensiv mit der Wirkweise. Dann sieht die Welt ganz anders aus.

Im Frühjahr steigt die Legeleistung der Hühner an. Ein gutes Futter, welches einen Proteingehalt von mindestens 16-18% aufweist sowie ein ausgewogenes Verhältnis von Kalzium, Phosphor, Vitaminen und Spurenelementen enthält. 

Die ersten Küken bei Züchtern und Hobbyhaltern sind auch schon geschlüpft und haben die ersten Lebenstage und -wochen hinter sich. Auch hier ist es neben der richtigen Wärme wichtig einige Grundregeln zu beachten.

1.      Von Tag 1 an reichere das Küken Futter mit Power-Pellet an.

2.      Täglicher Wechsel der „Einstreu“ – ich verwende bis zum alter von 6 Wochen Zeitungspapier, danach Hanfeinstreu mit Eukalyptusgeruch

3.      täglich frisches Wasser, ab 6. Woche mit 3-5ml Rehalin Plus auf 1Liter Wasser zweimal wöchentlich anreichern 

4.      täglich mindestens 10 Minuten Tiere beobachten, um Unregelmäßigkeiten zu erkennen

5.      wichtig: kein zusätzliches Grün zu handelsüblichen Kükenstarter- und später Kükenfutter – Eiweißschock vorprogrammiert!!!!
Wenn ihr das alles beachtet, steht einer erfolgreichen Kükenaufzucht nichts im Weg.